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Rios Montt vor Gericht

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Heute hat das Gericht entschieden, am kommenden Mittwoch dem ehemaligen Diktator Efraín Ríos Montt und den seinen damaligen Geheimdienstchef José Mauricio Sánchez ein Gerichtsverfahren wegen Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzuleiten. Ríos Montt wird fuer 17 veruebte Massaker gegen die Ixil-Bevoelkerung und den Tod von 1771 Ixiles verantwortlich gemacht. Auch die Gemeinde Quisis, wo mit Hilfe von SOL-Finanzierung eine Gesundheitsstation gebaut wurde (die wir mit Hermann zu Fuss besuchten) wurde damals ausgeloescht.

Das ist ein historischer Moment: Ueberlebende der Massaker haben ueber 20 Jahre dafuer gekaempft.
Und es ist das erste Mal, dass ein Militaer im eigenen Land vor der nationalen Justiz ein Verfahren wegen Voelkermord bekommt. Bisher gab es dies nur vor internationalen Gerichtshoefen, wie Ex-Yugoslawien oder Ruanda, um Beispiele zu nennen.

Es ist egal, wie das Verfahren ausgehen wird: der heutige Tag wird in die Geschichte eingehen. Im Land des Unmoeglichen, ist so was moeglich.

http://www.bbc.co.uk/news/world-latin-america-21238765

Aus einem Brief von Sonja Perkic vom 29.1.2013.